Wenn das iPad Pro plötzlich das MacBook ersetzt

Egal wohin wir reisen, das MacBook ist ein treuer Begleiter. Was früher ein MacBook Air war, wurde später zum MacBook Pro 15 Zoll, womit zwar die Leistung, aber auch das Gewicht stieg. Eigentlich stören mich die knapp 1,5 kg nicht, wer aber seine ganze Kameraausrüstung im Handgepäck unterbringen will, schaut sich schnell nach Alternativen um.

Vor einem Jahr habe ich mir im Rahmen eines Tests bereits das iPad Pro mit 12,9 Zoll angeschaut, da mich vor allem der Stift neugierig gemacht hat. Heute schreibe ich diesen Text mit dem neuen iPad Pro 10,5 Zoll, welches im Juni an der Entwicklerkonferenz von Apple vorgestellt wurde. Wie schon beim grossen Bruder, finde ich das Arbeiten mit dem Zeichenstift recht cool, was aber sicher noch kein Punkt ist, es für ein MacBook einzutauschen.
Mit einer Tastatur, welche sich einfach magnetisch anbringen lässt, iOS11 und endlich einer Hülle für den Stift, wurde das iPad Pro zur Konkurrenz für mein MacBook.

Ein paar iPad Pro Fakten

Mit 477 Gramm wiegt das iPad gut 1,1kg weniger als das MacBook Pro. Der Bildschirm selber ist rund 20% grösser als bei seinem Vorgänger, was zwar das Tablet nicht grösser macht, dafür aber den Platz zum Arbeiten. Wie bei jedem neuen Gerät ist die Leistung verbessert worden. Zwei Verbesserungen welche für mich relevant sind beziehen sich auf die Bildwiederholrate, die statt 60Hz neu bis zu 120 Hz unterstützt.
Die Neuerung zeigt Spiele und vor allem Videos noch spektakulärer an. Mit dem neuen P3 Farbraum werden die Farben auf dem iPad lebendiger als zuvor angezeigt, was das Bearbeiten und Anschauen von Bildern verbessert.

 

Das iPad als “Schreibmaschine”

Bisher konnte ich mich nie so ordentlich damit anfreunden, lange Texte mit einem Tablet zu schreiben. Entweder lag es an den schlechten Tastaturen, welche man mühselig mit Bluetooth verbinden musste, oder an der Grösse des Tablets. Den ersten längeren Text mit dem iPad habe ich im Zug auf dem Weg zu einer Hochzeit geschrieben. Da ich dort nicht mit dem Laptop auftauchen wollte und mir der Inhalt des Textes erst in der Nacht vorher einfiel, wurde daraus direkt ein Crash-Test. Leider hatte es im Zug kein Tisch, weshalb ich auf dem Schoss texten durfte und innerhalb der ersten paar Sätze sofort überzeugt war. Seit dem Erlebnis schreibe ich regelmässig Blogbeiträge oder E-Mails mit dem iPad.

 

Bildbearbeitung auf dem iPad

Ehrlich gesagt bearbeite ich auf dem Smartphone praktisch keine Bilder mehr, seit dem ich das MacBook mit Lightroom dabei habe. Für diesen Test habe ich mich intensiver mit Pixelmator, Affinity Photo, und Lightroom Mobile auseinandergesetzt, den 3 Apps, welche ich auch auf dem MacBook nutze. Was bei allen Apps auffällt, ist die Schnelligkeit. Die Apps starten schnell und auch beim Retuschieren von Personen oder Objekten rechnet das iPad sehr flink das Bild zusammen. Affinity Photo ist seit einigen Monaten ein richtiger Rocket Star. Anscheinend arbeiten die Entwickler ja auch bereits an einer Lightroom Variante, was ich persönlich cool fände, da das Programm auf dem Computer doch recht langsam ist.

Wer auf dem iPad detaillierter Bilder bearbeiten möchte ohne immer gleich zoomen zu müssen, ist mit dem Apple Pencil sehr gut bedient. Ich kann Pixelmator wie auch Affinity Photo sehr empfehlen, es sind beide tolle Apps, welche einfach zu bedienen sind und nützliche Tutorials mitbringen. Damit fällt der Einstieg in die Bildbearbeitung auf dem Tablet noch einfacher. Mit Lightroom konnte ich mich auf dem Smartphone nie anfreunden, auf dem iPad ist es zwar nicht viel besser, macht aber das Arbeiten durch das grössere Display für mich etwas einfacher.

Warum iOS 11 das iPad noch besser machen wird.

iOS11 kommt zwar erst im Herbst, doch habe ich mir die Beta Version bereits installiert, um die neue Combo von iPad Pro und iOS11 auszuprobieren. Mit dem neuen Betriebssystem macht Apple das iPad endlich mehr zu einem Gerät, welches für mobiles Arbeiten geeignet ist. Eine Dateiverwaltung, vielversprechendes Multitasking und Drag & Drop Funktion sind nur ein paar Neuerungen, welche mir das Arbeiten mit dem iPad erleichtern.

Fazit

Ab 750 Franken bekommt man mit dem 10,5 Zoll iPad Pro eine geballte Ladung an Technik. Die Software, welche das Ganze dann noch zu einem besseren Arbeitsgerät macht, kommt voraussichtlich im September zur Vorstellung der neuen iPhones dazu. Wer es sich noch nicht so gewohnt ist mit einem Tablet zu arbeiten, wird sich in Windeseile mit dem neuen Gerät daran gewöhnen. Für Texter, Bildbearbeiter und Filmfans ist es die perfekte Lösung für unterwegs.

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2 Kommentare

  • Reply Apple iOS 11 - Neue Features und worauf ich mich freue 22. August 2017 at 8:01

    […] Gute Artikel zum iPad und iOS 11 gibt es übrigens auch hier und hier. […]

  • Reply Michael 24. August 2017 at 7:18

    Aber mal ganz ehrlich: Gibt’s für dich einen Workflow, bei dem du nur noch Kamera und iPad mitnimmst? Für mich funktioniert das aufgrund des nicht vorhandenen Dateimanagements nicht. Könnte ich eine externe Festplatte o.ä. anhängen und meine RAW-BIlder bearbeiten, würde es klappen. Einen solchen Workflow habe ich noch nicht gefunden.

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