Warum Zermatt auch im Sommer schön ist

Zermatt kennen viele wahrscheinlich nur im Winter. Das idyllische Dorf hat aber auch im Sommer einiges zu bieten, wenn der Schnee weggeschmolzen ist und die vielen Wanderwege nicht durch Ski und Snowboardfahrer beherrscht sind. Etwas ist aber auch im Sommer nach wie vor mit Schnee bedeckt: Das Matterhorn 😉

Auf Einladung von Zermatt Tourismus und dem Mont Cervin Palace haben wir uns ein tolles Programm zusammengestellt, welches von 5* Hotel, bis zu einer Nacht im Zelt reichte.

Anreise – Natürlich mit dem Zug

Auch wenn Zermatt autofrei ist, bevorzugen wir es in der Schweiz generell mit dem Zug anzureisen, da man von Zürich aus sehr schnell und bequem in jedem Ecken der Schweiz gelangt und man sich nicht immer auf die Strasse konzentrieren muss.
Von Zürich aus fahren stündlich Züge nach Visp. Von dort geht es mit einem weiteren Zug direkt nach Zermatt. In Zermatt angekommen, warten schon die von Hotels entsandte “Elektro” Autos auf die Gäste und ihr Gepäck. So wurden auch wir ins Hotel gebracht. Diese Autos, so haben wir erfahren, sind sehr limitiert und nur den Hotels oder Firmen vorbehalten, welche sie wirklich benötige.

Mont Cervin Palace – Der Ort wo die Freundlichkeit haust

Im Hotel angekommen, wurden wir sogleich auf unser Zimmer geführt. Dieses gibt es in zwei unterschiedlichen Design Varianten. Wer es etwas ur-schweizerisch haben möchte, ist mit dem Chalet Style bestens aufgehoben. Alles ist mit Holz dekoriert und auch das Bett sieht wie aus einem Schweizer Chalet aus. Wer es eher modern haben möchte, bekommt mit dem Alpine Style ein modernes Zimmer. Mit persönlich gefällt das Chalet Zimmer sehr gut, doch leider waren diese ausgebucht.


Nachdem wir uns frisch gemacht haben, durften wir im hauseigenen Restaurant “Grill Le Cervin” zu Abend essen. Man sollte dazu sagen, dass man im Mont Cervin Palace sicher nicht verhungert. In ganz Zermatt verstreut besitzt dieses Hotel einige Restaurants, welche von Sushi, Fleisch bis Raclette alles für ihre Gäste bereit halten. Da uns das Essen so gut dort gefiel, haben wir uns auch am zweiten Abend dazu entschieden, nochmals ins “Grill Le Cervin” zu gehen.
Im Mont Cervin Palace durfte ich lernen, was es heisst ein 5* Hotel zu sein. Nein, es liegt nicht am Essen oder am tollen Bett oder gar dem Wellnessbereich. Es liegt an den Menschen. Ab dem Moment, wo wir vom Bahnhof abgeholt wurden bis zu dem Tag, wo wir leider auschecken mussten, durften wir ein sehr freundliches, zuvorkommendes und aufgestelltes Personal erleben, auf dem Niveau, welches man leider zu selten trifft. Als Gast fühlt man sich da sehr willkommen und gut aufgehoben, egal, mit welchem ausgefallenen Wunsch man ihnen begegnet.

Um 2.30 Uhr zum Riffelsee wandern, für einen Sonnenaufgang

Ich muss gestehen, bei der Planung unserer Zermatt Reise wollte ich eigentlich etwas näher an Riffelsee schlafen, anstatt im Dorf. Grund dafür waren einige Bilder, welche ich immer wieder auf Instagram gesehen habe. Darauf war ein Sonnenaufgang zu sehen und das Matterhorn. Das Spezielle dabei war, dass das Matterhorn sich im Riffelsee spiegelte. Naja, ich wollte dieses Bild auch machen und wenn ich was will, organisiere ich es mir auch. So kam es, dass ich um 3 Uhr morgens aufgestanden bin und meine 7 Sachen gepackt habe um halt dem Wanderweg entlang zum Riffelsee zu laufen, bevor die Sonne aufgeht.
Unten an der Rezeption wurde ich schon etwas komisch angeschaut, doch die zwei Herren, welche um die Zeit dort ihre Schicht hatten, waren sehr hilfreich und gaben mir neben Wasser und Früchten noch einige Tipps zum Wanderweg, welchen ich bis dahin noch nie gelaufen bin.

10km lagen vor mir und es war ein Wettlauf gegen die Sonne. Mit Google Maps und einer Taschenlampe ausgerüstet rannte ich teilweise den Berg nach oben, um garantiert nicht den Sonnenaufgang zu verpassen. Da es am Vortag bewölkt war, konnte man das Matterhorn leider nicht sehen und somit erblickte ich gegen 4 Uhr auf der Höhe Riffelalp zum ersten Mal in meinem Leben das Matterhorn (die anderen Male war es immer bewölkt) umgeben von Sternen. Dass ich das Matterhorn sah bedeutete leider nichts Gutes für mich: es wurde heller und ich hatte noch einige Kilometer vor mir und muss gestehen, ich war bereits kaputt.
Gut 50 Minuten später erreichte ich mein Ziel und war überrascht, dass ich doch noch einige Minuten Zeit hatte, bevor die Sonne die Spitze des Matterhorns küsste. Nachdem ich meine Bilder vom Matterhorn, des Gornergrat Gletschers und der Schwarznasen Schafe hatte, ging es mit der Bergbahn wieder nach unten ins Hotel. Dort angekommen, wurde ich schon gefragt, ob ich derjenige sei, welcher diese Wanderung mitten in der Nacht unternommen hätte. Anscheinend war ich das Gesprächsthema von der Nacht und Morgenschicht.

Ein Tag im sommerhaften Zermatt

Nachdem ich etwas Schlaf nachgeholt hatte und das Frühstück im Hotel geniessen konnte, machten wir einen Spaziergang durch das Dorf und anschliessend mit der Bergbahn wieder hoch zum Riffelsee. Von dort aus liefen wir fast die gleiche Strecke hinunter, welche ich schon in der Nacht hochgelaufen bin. Ziel war es, eine Brücke mit einem Wasserfall zu fotografieren, welche auf halben Weg zu finden war. Nachdem wir unten angekommen sind, gab es erst mal ein kühles Bier und etwas kleines zu Essen. Zermatt lässt sich im Sommer super zu Fuss erkunden.

Eine Nacht im Zelt auf 3030 m ü. M.

Langweilige Reisen kann jeder, doch neben meiner Nachtwanderung wollte ich auch noch was anderes Verrücktes machen. Bei der Gandegghütte auf 3030 Meter über dem Meer gibt es Zelte aus Aluminium, welche vom Umbau der Hörnlihütte, dem Matterhorn Basislager übrig blieben und dort den Gästen, welche nicht in ein Massenlager Zimmer wollen, als Unterkunft dienen. Mit der Bergbahn von Zermatt zum Matterhorn Gletscher Paradies, kann man von der Zwischenstation trockener Steg aus in rund 30 Minuten die Gandegghütte erreichen. Die Hütte selber ist recht klein, bietet aber dennoch im Sommer 45 Schlafplätze an. Von der Hütte aus hat man einen perfekten Blick auf das Matterhorn, den Gornergletscher und die Dufourspitze, welche mit 4634 m ü. M. der höchste Punkt der Schweiz ist. Wer will, kann sogar in rund 40 Minuten runter auf den Gornergletscher laufen, welcher einem praktisch vor den Füssen liegt. Am Abend gibt es für alle ein gemeinsames Abendessen in der Hütte. Obwohl es in der Nacht recht kalt wurde, war ich erstaunt, wie warm es doch im Zelt war. Mit ein paar Decken konnten wir die unteren Seiten vom Zelt, welche offen waren etwas abdichten. 

Wenn ich diese Reise nochmal planen könnte, würde ich die Übernachtung im Zelt vor dem Besuch des Mont Cervin Palace machen, damit ich nach diesem aufregenden Abenteuer noch im Wellness relaxen kann.


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