Serengeti Nationalpark in Tanzania, Sunshine, Nature

Unsere Safari in Tanzania mit den Big 5

In the jungle, the mighty jungle the lion sleeps tonight…Nach dem Besuch vom Lion King Musical im Theater Basel haben die Dschungel Melodien und Phantasien über die tanzende Tiere uns nicht mehr losgelassen. Einige Wochen später haben wir angefangen, uns nach Safaris zu erkunden.

Wir haben beschlossen, über Weihnachten und Neujahr zu verreisen, weshalb eine Safari Suche vor Ort in Arusha für uns nicht in Frage kam – in der Hochsaison sind die guten Angebote meistens schon weg. Nach einiger Recherche bin ich zum ersten Mal im Leben in eine Reiseagentur gegangen, genauer gesagt zum Kuoni Partner Private Safaris, um eine Safari Woche zu buchen.

Rückblickend bin ich mit der Leistung von Private Safaris sehr zufrieden. Am Anfang wurde ich über die Reise beraten und durfte jegliche Fragen stellen – von den Hotels bis zum Malaria Risiko. Die Beratung kostete CHF 70 und wurde dann vom Preis abgezogen. Vor Ort wurde dann die Reise von Simba Safaris durchgeführt. Wir hatten das Glück, den ganzen Jeep mit einem guten Fahrer/ Guide nur für uns zu haben.

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Alleine nach Arusha

Bei der Buchung unserer Safari wurden auch gleich Flüge offeriert von Dar es Salaam nach Arusha und zurück bzw. für uns dann nach Zanzibar. Der Preis lag da bei CHF 220 pro Person. Bei unseren Recherchen, wie wir später für den Heimflug von Zanzibar zurück nach Dar es Salaam kommen, fanden wir heraus, dass ein Flug rund CHF 80 kostet, worauf wir unsere Inlandflüge gleich online buchten. Je früher man bucht, desto günstiger sind diese. Die Precision Air ist für ihre Verspätungen bekannt, dagegen überzeugte uns Regional Air mit ihren doch etwas moderneren Kleinflugzeugen. Wichtig zu beachten, dass man nur weiches Gepäck bis maximal 16 kg pro Person in diesen Kleinflugzeugen mitnehmen darf.

Bei der Ankunft in Dar es Salaam zahlt man 50 Dollar pro Person für das Visum. Ausreisegebühren gab es bei uns keine, obwohl überall steht, man müsse bei Ausreise eine bezahlen.

Die Flugrouten in Tansania gleichen oft den Rundreisen. Die Swiss fliegt von Zürich nach Nairobi, dann nach Dar es Salaam und wieder nach Zürich. Unser lokaler Flug von Dar es Salaam nach Arusha ging mit einer Zwischenlandung in Zanzibar. Der Flug von Serengeti nach Zanzibar ähnelte einem Flughafen Hopping. Es mag Menschen geben, die von kleinen Propeller Maschinen mit der Ausrüstung aus dem letzten Jahrhundert begeistert sind, aber für uns, den Flugangst geplagten, war es Horror pur.

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Nachdem wir in Arusha angekommen sind, stellten wir schnell fest, dass ich das Ladekabel unserer Nikon 750 vergessen habe und wir mit zwei vollgeladenen Akkus 3 Wochen lang Fotos machen sollten. Zum Glück wird in Arusha viel verkauft, neben zusammengebauten Nokia Handys fanden wir dann ein Gerät, mit welchen wir die Akkus aufladen konnten.

In Arusha sollte man nicht unbedingt alleine rumlaufen, und wenn dann nicht weit vom Hotel entfernt. Arusha ist keine grosse Stadt, hat aber viele Einwohner, einen Markt und zum Glück ein paar Bankomaten. Von Arusha starten so ziemlich alle Safari-Touren in Tanzania.

Unsere Safari-Route

Wir haben geplant, eine Rundreise mit drei Nationalparks zu machen. Angefangen mit dem Lake Manyara Nationalpark sollte es weiter in den Ngorongoro Krater gehen, einem beschützten Paradies für alle möglichen afrikanischen Tierarten und in den weiten des Serengeti Nationalparks, dem berühmtesten Park, enden. Diese Reise sollte fünf Tagen gehen, vom Anfang bis am Ende im gleichen Fahrzeug mit dem gleichen Fahrer. Wir haben direkt in den Nationalparks übernachtet und mussten somit jeden Morgen nicht vor dem Parkeingang Schlange stehen. Unsere Erwartung war, möglichst viele Tiere zu sehen und die Natur zu geniessen. Deshalb wären wir nicht enttäuscht, die Big Five zu verpassen, auch wenn dies eine Kröning der Reise wäre. Die Big Five sind übrigens Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard.

Von Arusha aus ging es gut 3 Stunden zum Lake Manyara Nationalpark. Auf dem Weg fuhren wir durch das Mosquito River Dörfchen, wie es die Einheimischen nennen. Hier trafen wir einige Touristen an, welche ihr Hotel dort hatten und von dort aus zum Nationalpark ihre Ausflüge starteten. Hier erfuhren wir auch von unserem Guide, dass es rote Bananen gibt, von welchen wir noch nie etwas gehört hatten.

Im Lake Manyara Nationalpark trafen wir einige wilde Tiere an, dazu zählten eine Horde Büffel, Nilpferde, Impalas, Pavian Affen und Pantherschildkröten. Nach dem Besuch des Nationalparks fuhren wir noch rund 2,5 Stunden bis zu unserem Hotel am Ngorongoro Krater. Die Sopa Lodge ist übrigens das einzigste Hotel, von welchem sich der Sonnenuntergang bewundern lässt.

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Am zweiten Tag besuchten wir den Ngorongoro Krater, in welchem zusätzlich noch Nashörner, Löwen und Zebras zu finden waren. Ganz einfach war es aber nicht, denn der Krater ist eine riesige, bewachsene Fläche, wo sich die Tiere von der Mittagssonne oder neugierigen Augen verstecken können. Zusätzlich müssen Safari Jeeps auf den Strassen bleiben und dürfen nicht im Freien fahren. Unser Fahrer blieb diesbezüglich recht streng und erlaubte auch nicht auf dem Dach zu sitzen oder auszusteigen. Dass die Tiere auf dem Strassenrand verweilen, ist dementsprechend eher Zufall, als die Regel. Doch auch in einem offenen Jeep durch den Nationalpark zu fahren war ein Genuss. Die Luft schmeckte fein nach Sommer und der Wind verwandelte die Grasflächen in ein rauschendes Meer. Man muss nirgendwohin stressen, und kann sich richtig Zeit lassen zum Schauen, wie sich ein Nashorn langsam durch die Wiese fortbewegt oder eine Elefantenfamilie nach einem schattigen Plätzchen sucht.

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Für den dritten Tag war ein kurzer Besuch im Krater vorgesehen, bevor wir gut 6 Stunden zum und durch den Serengeti Nationalpark bis zum Hotel fuhren. Auf dem Weg begegneten wir vielen Giraffen, welche den steilen Hang ins Ngorongoro Krater nicht schaffen und deshalb dort nicht zu finden sind und erblickten in der Ferne den majestätischen, schneebedeckten Kilimandscharo Vulkan. Die folgenden 2 Tage verbrachten wir im Serengeti Nationalpark bei Leoparden, Elefanten, Giraffen und allen anderen Tierarten, welche in Afrika anzutreffen sind. Ein der besten Erlebnisse war, die Löwen beim Jagen zu beobachten. Während die Antilopen ihr Gras frassen, machten sich drei junge Löwen geräuschlos und langsam, versteckt im hohen Gras, in ihre Richtung. Ab und zu blieben sie sitzen, schauten vorsichtig aus dem Gras, und krochen leise weiter. Doch die Antilopen witterten sie rechtzeitig und machten sich davon. Die zwanzig Safari Jeeps am Rande des Geschehens schienen die Tiere nicht zu stören.

Leider ging es zu schnell wieder in Richtung Zivilisation und mit dem Flugzeug dann für uns weiter nach Zanzibar. Heute würde ich etwas mehr Zeit einplanen und noch einen anderen Nationalpark besuchen gehen. Für uns war es ein grosses Glück die Big 5 mehr als einmal sehen zu dürfen. Nicht alle Reisegruppen haben die Big 5 zu Gesicht bekommen, obwohl sie zur gleichen Zeit wie wir unterwegs waren.

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Achtung TseTse Fliegen!

Im Serengeti Nationalpark gab es morgens und abends einen Abschnitt, welchen wir mit unserem Jeep durchfuhren, wo die blutgeilen TseTse Fliegen nur auf uns gewartet haben. Wer mag es ihnen vergönnen, da kommt eine Horde Touristen tagtäglich und bieten den Fliegen ein Festmal. Trotz des Tempos mit welchem unser Guide dort durchfuhr, schafften es die Fliegen uns nachzufliegen, und zwar rund 20 Stück. Kevin und unser Fahrer waren zum Glück mit Fliegenklatschen ausgerüstet und konnten einige davon töten. Ein paar schafften es dann doch an unsere Beine und hatten ihr Blut bekommen.

Natürlich waren wir mit Anti Mücken und TseTse Fliegen Spay ausgerüstet, doch dies half absolut gar nichts. Also am besten lange Kleidung trotz des warmen Wetters anziehen und eine Fliegenklatsche einpacken. Obwohl unsere Safari Agentur meinte, es gäbe in dem Gebiet kein Malaria, würde ich als Profilaxe trotzdem etwas einpacken.

Das richtige Objektiv und die Kamera

Welches Objektiv sollte man auf eine Safari mitnehmen? Egal, wir hatten definitiv das Falsche dabei. Mit unserem 24-120mm Objektiv konnten wir zwar gut zoomen, doch um Löwen zu fotografieren, welche mal 20 Meter entfernt waren, reichte es definitiv nicht. Heute würde ich ein 300mm oder 600mm Objektiv ausleihen für die Safari. Bei wilden Tieren, welchen man auch nicht zu nahe kommen sollte, hat man später mehr Freude an den Bildern.

Für die Landschaftsaufnahmen hatten wir ein 20mm Objektiv dabei. Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden.

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Geschäftsmänner: Massai

Wer hätte das gedacht, die Ureinwohner von Afrika sind richtige Geschäftsmänner. Neben dem Züchten von Ziegen und Rindern, verstehen sich die Massai auch im Geld verdienen durch eine alternative Quelle  – die Touristen. Ob am Strassenrand, in ihren Dörfern oder im Nationalpark, ein Massai lässt sich erst fotografieren oder filmen, wenn er Cash sieht. Die Regel dabei ist immer, zuerst den Stammesältesten fragen und mit ihm verhandeln. Eine Besichtigung des Dorfes inkl. Fotografieren kann da schnell mal 150-200$ kosten.

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