china beijing great wall mutianyu spring march april early in the morning

Legendäres China – Ein Wochenende in Beijing

Kaum ein anderes Land regt die Phantasie so an wie das geheimnisvolle China, denn die tausendjährige Geschichte hat reichlich dafür gesorgt. Von fliegenden Mönchen bis zur Peking Ente – langweilig wird es im himmlischen Reich nicht. Wo soll man aber anfangen, wenn die Zeit begrenzt ist? Ich habe die Top Spots von Beijing überprüft und eine Favoriten Liste zusammengestellt.

Reisevorbereitung

Visum: Für eine Reise nach China wird ein Visum benötigt, welches ich im chinesischen Konsulat in Zürich bekommen habe. Die notwendigen Dokumente hat man relativ schnell zusammen. Das sind ein ausgefülltes Formular, Passkopie und die Bestätigung vom Flug und dem Hotel.

Wer geschäftlich nach China reist und dort arbeiten möchte, benötigt eine zusätzliche Bewilligung. Das Konsulat hat nur vormittags offen, wobei es in der Mitte der Woche viel weniger Besucher gibt und die Wartezeiten sind sehr kurz. Nach meinem Besuch im Konsulat konnte ich das Visum bereits fünf Tagen später abholen und dies ohne einen Express Auftrag.

Hotel: Beijing ist gross und es braucht locker eine bis zwei Stunden Reisezeit zwischen wichtigen Sehenswürdigkeiten. Ich würde daher unbedingt im Voraus überlegen, wo eure Interessen liegen und an dem entsprechenden Ort das Hotel buchen. Ich selber habe mich für das Lee Garden in Wangfujing entschieden, von wo die Verbotene Stadt und Hutongs in einer halben Stunde zu Fuss erreichbar sind.

Internet: Auch wenn die Mobilnetz Abdeckung sehr gut und Wi-Fi oft zu finden ist, werden viele Webseiten von der Chinesischer Regierung gesperrt. Dazu gehören alle Google Produkte (inkl. Google Maps und Gmail), Instagram, Twitter, Facebook – und auch alle Seiten, welche das Facebook Login benötigen. Dafür funktionierte WhatsApp bei mir und auch Yahoo geht einwandfrei. Wer auf gewohntes Surfverhalten nicht verzichten möchte, sollte unbedingt eine VPN App herunterladen, und jedes Mal über VPN eine Verbindung aufbauen. Wir stellen hier eine App vor.

Sprache: Entweder kann ein Chinese Englisch sprechen und arbeitet in der Tourismus Branche, oder gar nicht und kann sich höchsten mithilfe von einer Übersetzung App verständigen. Wer sich auf eigene Faust in Beijing bewegt, bedient sich der Bild- und Körpersprache. Eine Visitenkarte vom Hotel sollte für alle Fälle immer dabei sein.

Smog: Mal stärker, mal weniger prägt aber Smog andauernd das Leben von Beijing. Viele Menschen tragen Masken, was sie wie Figuren aus einer Krankenhaus Serie aussehen lässt. Ich trug selber keine Maske, hatte aber für alle Fälle eine dabei. Am besten ist es am Morgen, wenn der Wind recht stark weht und die Luft reinigt. Danach vernebelt sich der Himmel.

china-beijing-great-wall-mutianyu-spring-march-april-cherry-blossom

Was man in Beijing machen kann

Die Möglichkeiten einer Grossstadt mit tausendjähriger Geschichte sind, wie man es erwarten würde, zahlreich. Doch eine lange Zeit in Beijing zu verbringen würde ich nicht empfehlen. Einerseits aufgrund des andauernden Smogs, welcher einigen Reizhusten oder Kopfschmerzen beschert, andererseits weil es eine Metropole ist, die durch ihre Grösse und Anonymität doch weniger Einblick in das echte einheimische Leben gewährt. Deshalb hab ich gründlich recherchiert und eine Liste zusammengestellt, welche hoffentlich auch euch begeistert.

Besuch der Chinesischen Mauer

Da der Flug aus der Schweiz um 5 Uhr morgens ankommt, hab ich beschlossen, die frühe Stunde zu nutzen und die Mutianyu Section der Chinesischen Mauer zu besuchen. Sie liegt relativ nah am Flughafen, und so holte mich der vorbestellte Fahrer nach der Ankunft ab und fuhr auf direktem Weg dorthin. Eine Stunde später angekommen, stieg ich die unendliche Wand unter den Strahlen der aufgehenden Sonne hoch. Ein traumhaftes Gefühl, auf einem der sieben Weltwunder zu stehen.

china-beijing-great-wall-mutianyu-spring-march-april-travelhackers china-beijing-great-wall-mutianyu-spring-march-april-cherry-mountainschina-beijing-great-wall-mutianyu-spring-march-april-beautiful-landscape

Die scheinbar endlose Mauer ist ein mächtiges Symbol der chinesischen Geschichte und Kultur. Früher diente sie zum Schutz vor Angreifer und als Kommunikationssystem – heute ist sie ein Touristenmagnet und Weltnaturerbe. Sammelt doch vor einem Besuch einige Kurzgeschichten und Legenden darüber und liest sie auf den sonnengewärmten Steintreppen bei einem gemütlichen Picknick vor. Es lohnt sich, etwas mehr Zeit einzuplanen und die Chinesische Mauer und die Aussicht rundum entspannt zu geniessen. Ich war auch vom Naturspiel der Sonne und dem Nebel sehr beeindruckt.

china-beijing-great-wall-mutianyu-spring-march-april-cherries-landscape china-beijing-great-wall-tower-cherry-tree-visit-in-spring

Es gibt übrigens zwei Gondeln, welche Besucher auf die Mauer und wieder runter bringen. Die Gondeln liegen weit auseinander und kooperieren nicht, was bedeutet, dass man das Ticket einer Gondel nicht für die andere brauchen kann. Ein Hin/Zurück Ticket kostet 100 Yuan, ein Einwegticket 80 Yuan. Als ich mit meinem Hin/Zurück Ticket nach einer dreistündigen Wanderung die Treppen hoch und runter beim Lift angekommen bin, hat mir der freundliche Mitarbeiter angeboten, entweder ein neues Ticket zu kaufen oder zurückzulaufen. Den nicht gebrauchten Teil des Tickets konnte ich zurückerstatten lassen.

china-beijing-great-wall-mutianyu-spring-march-april-long-walkchina-beijing-great-wall-mutianyu-spring-march-april-cherry-blossom-tower-mountains

Eine frühe Anreise mit dem Auto hat sich wirklich bewährt, und zwar aus zwei Gründen. So früh am Morgen sind noch fast keine Menschen da. Die Chinesische Mauer steht still und bietet eine perfekte Möglichkeit für Fotos oder einfach ungestörter Bewunderung. Die Reisebusse und somit Touristengruppen kommen erst gegen 10 Uhr und füllen dann schnell die Treppen und Gänge. Dazu kommt, dass das Hoch- und Runterklettern der unzähligen, zum Teil sehr steilen Treppen eine physische Herausforderung darstellt, insbesondere wenn es gegen Mittag so richtig heiss wird. Da ich Ende März dort war und früh am Morgen, habe ich zuerst eine warme Filzjacke getragen. Doch gegen 11 Uhr, als ich wegging, wurde es recht heiss. Eine Flasche Wasser mitzunehmen empfiehlt sich ebenfalls.

china-beijing-great-wall-mutianyu-spring-march-april-cherry-buds china-beijing-great-wall-mutianyu-spring-march-april-stairs-sunrisechina-beijing-great-wall-mutianyu-spring-march-april-walk-wild-forest

Der imposante Sommerpalast

Wenn es im Sommer so richtig heiss wird, bietet die breite Fläche vom Kunming See eine willkommene Abkühlung und einen angenehmen Spaziergang entlang des Ufers. Wer sich für die Geschichte interessiert, oder ganz einfach die prachtvollen Filme wie The Great Empress gesehen hat, wird hier vieles davon erkennen. Hier perfektionierten einst Kaiser und seine Frauen die Verbindungen der Essenzen, um die Unsterblichkeit zu erreichen. Von zahlreichen Hallen und Tempeln bis zum imposanten Sommer Palast ziehen sich die farbenfrohen Bauten dem See entlang, über welche vergoldete Drachenboote gleiten. Ein schöner Spaziergang durch den Garten der Tugend und Harmonie oder der Wolkenzerstreuenden Halle, bringt die Besucher schnell in eine zufriedene Stimmung.

china-beijing-summer-palace-spring-march-april-bridge-lake-tower china-beijing-summer-palace-spring-april-lake-visit china-beijing-summer-palace-spring-march-april-paintig-art-roof china-beijing-summer-palace-spring-march-april-door-red-green china-beijing-summer-palace-spring-march-aprilchina-beijing-summer-palace-spring-march-april-walk china-beijing-summer-palace-spring-march-april-doors-artchina-beijing-summer-palace-spring-march-april-roof-inside-art

Im Frühling blühen rosarote Kirschenbäume und weisse, süssliche Magnolien und erfreuen wie einst die Kaiserfamilie, heute alle Besucher für nun 20 Yuan (Eintrittspreis).

china-beijing-summer-palace-spring-march-april-beautiful-painting-art china-beijing-summer-palace-spring-march-april-magnolia-white-blossom china-beijing-summer-palace-spring-march-april-cherry-blossom

Die historischen Hutongs

Mitten in Beijing findet man nicht nur hoch gebaute Hotels und riesige Prada Läden, sondern auch die alten historischen Quartier. Dies sind Strassen mit einstöckigen Häuser und einer Vielzahl  an kleinen Läden, Street Food Ständen und Massagesalons. Durch die Gassen schlendern und das historische Beijing entdecken darf auf der Reise nicht fehlen.

Der berühmte Tiananmen Platz

Der Platz ist bekannt für seine Grösse und das Mausoleum von Mao Tse Dun gegenüber und gehört zu den Top Sehenswürdigkeiten auf Tripadvisor. Jeder der grossen Plätze und Mausoleen mag, kann dieser Empfehlung folgen, ich verzichte jedoch darauf. Es ist wirklich nichts Spektakuläres, und man kann es aus dem Programm getrost streichen oder vorbeifahren. Was in diesem Zusammenhang viel eindrücklicher ist, sind die riesigen Bauten überall in der Stadt. Die Häuser und Brücken sind generell so hoch gebaut, dass man sich wirklich klein vorkommt. Ein Gefühl, welches ich seit Kindheit nicht mehr hatte.

Die majestätische Verbotene Stadt

Auch dieser Ort ist hochgelobt, doch mag er aufgrund hoher Erwartungen jemandem eher enttäuschend vorkommen. Den besten Blick über die Verbotene Stadt bietet der Jingshan Park, also unbedingt diese zwei nebeneinanderliegenden Spots bei einem Besuch kombinieren.

Adresse für am Abend

Nördlich von der Verbotenen Stadt liegen QianHai and HouHai Hutongs  – ein empfehlenswerter Ort für Bars und Restaurants am Abend, wenn die farbigen Licher und Laternen angezündet werden. Rund um den West See findet man ein lebendiges Durcheinander von Einheimischen und Touristen, welche diesen Geheimtipp entdeckt haben.

Peking Opera in Li Yuan Theater

Die wunderschönen traditionell gekleideten Sänger und Akrobaten repräsentieren die chinesische Kultur und Art seit Jahrhunderten. Wer das historische China erleben möchte, sollte sich einen Abend dafür reservieren. Am besten einen Tisch vorne buchen, dabei werden Grüntee und Früchte serviert, was den sinnlichen Genuss natürlich vervollständigt.

china-beijing-great-wall-mutianyu-spring-march-april-red-chinese-lanterns-lampchina-beijing-summer-palace-spring-march-april-house-door

Wie hat euch der Beitrag gefallen? Schreibt eure Meinung doch in die Kommentare und folgt uns auch gleich auf Facebook, Instagram, Twitter und Pinterest. So verpasst ihr nie wieder etwas von uns!

Diese Beiträge könnten dich auch Interessieren

1 Kommentar

  • Reply Heinz Mohler 19. Februar 2017 at 13:41

    Wie hast du einen Fahrer gemietet zur Chinesischen Mauer (Mutianyu Section ) gebucht?

  • Hinterlasse eine Antwort