Vietnam Saigon Ho Chi Minh City View

Ho Chi Minh und unsere Reise nach Vietnam

Weihnachten und Neujahr gehört für uns immer zu der Zeit, welche wir gerne am Strand abseits vom Weihnachtsstress verbringen. Die letzten Jahre zogen uns nach Costa Rica und Tansania, wo es auch deutlich wärmer war als in der Schweiz.
Für 2016/17 entschieden wir uns, 3 Wochen in Vietnam zu verbringen, welches neben schönen Stränden im Süden auch Abenteuertouren im Norden bietet.

Von Zürich fliegt Emirates 2 mal täglich mit ihrem A380 nach Dubai und von dort weiter nach Ho Chi Minh (Saigon). Nach rund 14 Stunden Flugzeit ist man wieder sicher am Boden und bereit sein Visum abzuholen. Wir haben unsere Visa vorzeitig online bei Vietnam Visa bestellt. Auch wenn auf einigen Webseiten der Botschaften nur der klassische Weg via Besuch auf der Botschaft oder per Brief angegeben ist, so ist dieser Weg legal und funktioniert bestens. Dank dem Visa gebuchten VIP Service mussten wir ausserdem nicht selber anstehen und konnten bereits nach gut 15 Minuten weiter zur Passkontrolle.

Unser Tipp: Der VIP Service lohnt sich wirklich, da die Papierabwicklung recht langsam abläuft und die Schlange zum Anstehen lang ist. Bei diesem VIP Service wird man von einem Einheimischen in Empfang genommen, welcher blitzschnell die richtigen Schalter aufsucht und seine Kontakte dort hat.

Ho Chi Minh oder einfach Saigon

In Saigon angekommen, haben wir ein Uber direkt am Flughafen bestellt. Unserer Erfahrung nach kostet ein Uber etwas weniger wie ein Taxi, jedoch werden bei Taxis nur die Kilometer und nicht die Zeit beim Warten verrechnet, weshalb es sich in Saigon, wo wir auch mal 30 Min im Stau standen, lohnen kann ein normales Taxi zu nehmen. Einheimische haben uns sogar empfohlen, wenn möglich ein Motorrad-Uber zu bestellen, da diese ohne Rücksicht auf Regeln einfach überall durchfahren und somit sehr schnell am Zielort sind.

Saigon ist sehr hektisch, vor allem weil überall gehupt wird, egal ob fürs Überholen, Hallo sagen oder Motzen – bei rund 5,5 Millionen Einwohnern ist es somit nie ruhig.

Bei der Wahl eines Hotels sollte man am besten nach einem Hochhaus schauen, welches zwar mitten in der Stadt steht, jedoch ab dem 6. Stock nicht mehr so vom Lärm gestört wird. Ein Grund dafür sind sicherlich auch die fehlenden Fenster. Man sollte unbedingt auf die Zimmerbeschreibung achten, die fensterlosen Zimmer sind in Vietnam Gang und Gäbe.  Eine andere Variante ist, ein Hotel etwas ausserhalb des Zentrums zu suchen. Für unsere letzte Nacht in Saigon entschieden wir uns für das “I Am Vietnam Boutique Hotel” im Distrikt 17, von wo aus auch die berühmte Notre Dame Nachbildung der Franzosen in 30 Min zu Fuss erreichbar ist.

In Vietnam finden sich überall viele schmalen Hochhäuser, die an Kanalhäuser in Amsterdam erinnern. Das kommt davon, dass die Fläche an der Strasse recht teuer ist, weil man dort ein Geschäft aufmachen könnte. Deshalb ist es günstiger, das Haus schmal aber dafür lang und hoch zu bauen. In so einem Haus lebt meist eine ganze Grossfamilie zusammen. Die Traditionen sind trotz der fortschreitenden Modernisierung bedeutsam. So ist es heutzutage immer noch nicht möglich, als ein unverheiratetes Paar eine Wohnung in Saigon zu mieten.

Unser Tipp: Wer gerne mitten in der Stadt bleibt, dem empfehlen wir das Silverland Hotel mit Bar und Jacuzzi auf der Dachterrasse und für diejenigen, wer es etwas ruhiger haben möchte das  I Am Vietnam Boutique Hotel.

Essen und Trinken in Saigon

Auf unserer Suche nach dem Besten, was Saigon an Essen und Trinken anzubieten hat, sind wir uns einig, dass sich ein Besuch an folgenden Orten lohnt. Wer einmal wie ein Einheimischer frühstücken möchte, sollte sich eine Suppe auf der Strasse schmecken lassen. Diese kostet rund 1-2 Dollar und ist richtig gut. Die Einheimischen essen jeden morgen so, da sie keine Zeit haben, Zuhause selber eine Suppe zu kochen, welche rund 4-5 Stunden Kochzeit in Anspruch nimmt.

  • ID Cafe – Perfekt für einen Kaffee oder Tee nach einer Stadttour, um wieder Energie zu tanken.
  • L’Usine – Wem Kaffee oder Tee zu wenig ist, kriegt hier ein gutes Frühstück oder Mittagessen. Auch ein Kleidershop gehört zum Programm.
  • Chill Skybar – Vor oder nach dem Abendessen kann man hier den Sonnenuntergang geniessen oder den Abend ausklingen lassen. Die Skybar ist ein Rooftop mit einer Panoramasicht auf Saigon.
  • Cuc Gach Quan – Das beste Abendessen in Saigon hatten wir definitiv in diesem Restaurant. Die Speisekarte ist etwas speziell gestaltet, jedoch hilft das Personal gerne mit guten Empfehlungen. Unser Tipp: So viele verschiedenen Speisen wie möglich probieren.

Mũi Né – Ein fast komplett russisches Dorf

Von Saigon ging es nach einem kleinen Zwischenstopp im Mekong Delta (dazu in einem anderen Beitrag mehr) weiter nach Mũi Né – einem Fischerdorf im Osten Vietnams. Mit dem Auto dauert die Fahrt rund 4,5 Stunden, mit dem Reisebus 5,5 Stunden. Schon bei der Durchfahrt durchs Dorf merkt man schnell, dass hier für einmal nicht alles in Englisch für die Touristen angeschrieben ist, sondern auf Russisch. Bei einem Versuch, mich neben unserem Hotel nach dem Kitesurfing zu erkundigen, wurde ich gefragt, ob ich russisch könne da sie kein Englisch sprechen. Mũi Né wurde also von den Russen übernommen.

Kitesurfen in Mũi Né

Am Strand finden sich überall Kitesurf-Schulen, und bei geeigneten Windbedingungen sind sie alle dann auch im Wasser anzutreffen. Wer eine Lernstunde haben möchte, muss zu unserem Vergleich mit Zanzibar ( 45$) für 70$ schon tief in die Tasche greifen, weshalb wir dann darauf verzichtet haben.

Unterwegs mit dem Motorrad

Wie auch schon in Saigon, ist man in Mũi Né am besten mit dem Motorrad unterwegs. Für 7$ pro Tag kann man überall auf der Strasse ein Scooter inkl. Helme mieten. Die Regeln für das Fahren sind relativ einfach: fahre nicht schneller als 50 km/h wenn jemand in dich hinein fährt, bist du daran schuld, weshalb du die Augen überall haben solltest und reichlich hupen musst, wenn dich die Polizei ohne Helm erwischt, kannst du mal 1-2 Millionen Dong abgeben. Und obwohl wir nie Probleme hatten, wurden wir von vielen Einheimischen darauf hingewiesen, dass die Polizei gerne Touristen kontrolliert und korrupt ihre Taschen mit eurem Geld füllt, für irgendetwas, was ihnen nicht passt.
Unser Tipp: Gut mit Sonnencreme einschmieren, Sonnenbrille tragen und einen Schal oder Mundschutz gegen den Staub mitnehmen. In der Nacht fährt es sich mit der Sonnenbrille zwar nicht gut, jedoch ist sie der einzige Schutz gegen den Staub.

Wie man in Mũi Né den Tag rum kriegt

Mũi Né bietet für Touristen einige Attraktionen an, welche sich vor Ort buchen lassen. Neben dem Kitesurfen und Tauchen, kann man auch eine grosse Buddha Statue anschauen gehen. Wir haben uns dafür entschieden, selbständig das Fischerdorf und die roten Sanddünen anzuschauen. Für die weissen Dünen, welche etwas weiter entfernt liegen, haben wir uns einen Fahrer organisiert.

Das berühmte Fischerdorf

Mũi Né ist ein Fischerdorf und genau für dies auch bekannt. Wer in den Morgenstunden Bettflucht hat, kann sich das Schauspiel der zurückkehrenden Fischer mit ihren runden Booten anschauen. Wir waren nicht ganz so früh wach und haben den Hafen etwas später gesehen, können uns aber gut vorstellen, dass es am morgen sehr spannend sein kann. Am Mittag ist eigentlich nicht mehr viel los und der Hafen dient eher einem Krabben-, Muschel- und Fischfriedhof, denn alles, was sich nicht verkaufen lässt, wird an den Boden geschmissen. Für Muschelsammler ein Paradies, für Leute mit schwachen Magen eher ungeeignet wegen den Düften der faulenden Tiere. Trotz alldem dient der Hafen auch als romantische Kulisse beim Sonnenuntergang, welchen man oben von der Strasse geniessen kann.

Die roten Dünen

Wer unseren Bericht über Huacachina – Peru gelesen hat, weiss dass wir von den Dünen, welche wie aus dem nichts kommen begeistert sind. Nicht weit vom Fischerdorf kann man mit dem Motorrad die roten Dünen anschauen gehen. Vor Ort wird kein Eintritt verlangt, jedoch wollen einige Leute eine Parkgebühr, wenn sie auf euer Motorrad aufpassen sollen. Wer gern eine Unterlage möchte, um die Dünen runterzurutschen, zahlt auch etwas.

Die weissen Dünen

Rund 30 Minuten von den roten Dünen und eine Polizeikontrolle weiter haben wir die weissen Dünen erreicht. Wir haben die Fahrt von unserem Hotel zu der Düne bei einer Agentur für 7 Dollar gebucht und konnten ohne Zeiteinschränkung bei den Dünen bleiben. Auch diese Dünen kosten keinen Eintritt, jedoch ist das Gebiet sehr gross und es gibt auch einen See zum Anschauen. Wer da auf die höchste Düne möchte, kann sich einen Jeep (unbegrenzte Zeit) für rund 600`000 Dong mieten. Wer lieber mit einem Quad (ATV) fahren möchte, zahlt etwas weniger, darf aber auch nur 30 Minuten damit fahren.

Weihnachten in Mũi Né

Wer zur Weihnachtszeit vor Ort ist, kann mit dem Motorrad noch nach Phú Thủy fahren, welches westlich von Mũi Né liegt. Dort haben wir bei unserer Hinreise von Saigon ein grosses Weihnachtsdorf entdeckt mit vielen Lichtern und Attraktionen, was einem Jahrmarkt gleicht. Obwohl in Vietnam der grösste Teil der Bevölkerung Buddhisten sind, wird neben Phú Thủy überall in Vietnam auch Weihnachten gefeiert.

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