Daria Muehlethaler Palme Faultier Costa Rica

Costa Rica – Pura Vida

„Pura Vida“ – ein Aufruf, das Leben in vollen Zügen zu geniessen, waren in diesem Fall nicht nur die Worte, welche man regelmässig von den „Ticos“, den Einheimischen zu hören bekam, sonder auch unser Motto der dreiwöchigen Reise durch Costa Rica über Weihnachten/Neujahr.
Der Plan war es, in den drei Wochen an den tollsten Orten des Landes zu stoppen und uns mit der Umgebung bekannt zu machen.
Als wir am Abend nach einem rund 15 stündigen Flug inkl. Umsteigen in New York relativ spät ankamen, waren wir doch froh endlich unser Hotel für ein paar Stunden Schlaf erreicht zu haben, welches mitten in einem Armenviertel lag und komplett vergittert war. Am nächsten Tag sollte es aber direkt weiter mit dem Bus an die Karibik Küste gehen.

Puerto Viejo Strand Costa Rica

Bei der Reiseplanung hatten wir uns entschieden, den öffentlichen Bus nach Puerto Viejo zu nehmen, da dieser direkt dort hinfahren würde und mit 10$ pro Person auch nicht zu teuer war. Doch wer einen Sitzplatz will oder überhaupt mitfahren will, sollte früh dort sein. Wir waren 1,5h früher vor Ort und sassen dann 4h auf dem Busboden.

Es hatte sich aber gelohnt, denn der nächste Bus wär erst 3h später abgefahren, womit wir auch erst spät am Abend am Ziel gewesen wären.

 Puerto Viejo – Die Karibik Seite

Puerto Viejo ist so richtig karibisch, alle laufen mit Rasters rum und die Musik von Bob Marley lauft rauf und runter. Wir haben uns entschieden etwas abseits vom Dorf in einer Dschungel Lodge zu übernachten. Das Highlight war wohl die Ankunft selber, nach stundenlangem Fliegen und langer Busfahrt waren wir endlich in den Ferien angekommen, welche wir gleich in unserer Hängematte mit einem Bier feiertenFür ein Abendessen ist Stashu’s con Fusion die beste Wahl. Ihre Fleischspiesse in der Blauschimmelsauce werden uns noch lange eine  Erinnerung bleiben!

Wer im Dschungel schläft muss damit rechnen, dass ihn um 5 Uhr die Brüllaffen wecken. Für uns Jetlag geplagten war es zum Glück nicht so schlimm, wir machten nachmittags Siesta und haben dadurch auch schon Weihnachten verschlafen. Halb so schlimm, denn das Vergnügen mitten im Dschungel zu sein bedeutet üppige Pflanzen, geheimnisvolle Geräusche und eine vielfältige Tierwelt. Den Tukan, Costa Rica’s Symbol haben wir mehrmals in den Bäumen gesehen.

In Puerto Viejo ist man am besten zu Fuss oder mit dem Fahrrad unterwegs. Aber Achtung, auf der karibischen Seite von Costa Rica kann es schnell mehrere Stunden regnen, was wir inmitten einer Fahrradtour erlebten. Mit dem Fahrrad sind viele Strände wie Playa Punto Uva erreichbar, sowie das Dörfchen Manzanillo. Diese Ausflüge sind sehr empfehlenswert und wir selber hätten lieber mehr Zeit dafür gehabt.

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Tortuguero Nationalpark

Von Freunden hörten wir, dass wir unbedingt nach Tortuguero – „Platz, an den die Schildkröten kommen“ besuchen sollten. Wir buchten die 3 tägige Tour bereits Zuhause bei Gecko Trail Adventures und liessen uns dann in unserer Lodge in Puerto Viejo abholen.

Es stellte sich heraus, dass wir einen Fahrer für uns alleine hatten, was bei der 3 stündigen Autofahrt zum Fluss sehr praktisch war. Wir fuhren durch Bananenplantagen von Chiquita und anderen Firmen, sahen Ylang-Ylang Bäume und jede Menge Affen. Als wir am Fluss ankamen, erwartete uns bereits unser Guide für die 3 Tage, mit welcher wir direkt in See stachen.

Bei der Flussfahrt fuhren wir durch die Mangroven Wälder. Das Wasser war so dunkel und still, dass die Bäume, welche sich spiegelten, eine Illusion eines Unterwasser Waldes ergaben, über welchen wir im Boot flogen – ein magisches, einmaliges Erlebnis.

Leider sahen wir am nächsten Tag keine Schildkröten, da sie sich zu dieser Jahreszeit nicht Paaren. Unser Guide machte trotzdem einen guten Job und erzählte uns alles über die grünen Schildkröten. Bei unserer Wasser-Safari fuhren wir durch die Mangroven Wälder und sahen jede Menge Vögel und Leguane, welche mit ihrer orangen Farbe ihre Paarungsbereitschaft signalisierten. Auf dem Weg zum Arenal Nationalpark hatten wir noch das Glück, Krokodile zu sehen, mit welchen wir direkt ein Selfie machen mussten.

Vulkan Arenal Nationalpark

In La Fortuna angekommen, stellten wir schnell fest, dass Daria durch den dauernden Betrieb der Klimaanlage im Shuttle Bus erkältet war. Dazu muss man sagen, dass die Shuttle Bus Firmen die Anweisung geben, die Klimaanlage anzumachen sobald sich Amerikaner im Bus befinden. Mit einigen konnten wir verhandeln die Klimaanlage abschalten zu können, andere wollten unbedingt die 16 Grad.

Vor Ort war leider das Wetter sehr bewölkt, was es für Daria erstens nicht einfacher machte und der Vulkan war auch durchgehend von Wolken umgeben, so dass wir ihn nie vollständig zu Gesicht bekamen.

In unserem Arenal Backpackers Hostel, welches wir an dieser Stelle nicht weiterempfehlen können, gab es unter anderem auch kein tolles Frühstück, weshalb wir uns gleich aufmachten um ein Cafe zu finden. In der Cafeteria Vienna trafen wir tollen Cafe an, super Fruchtsäfte und ein leckeres Frühstück. Gestärkt machten wir uns zu Fuss in Richtung Ziplining und den Wasserfall. Ihr solltet hierfür sicher eine Regenjacke anziehen und festes Schuhwerk anhaben.

Für die richtige Erholung liessen wir uns zum Hotel Baldi und seinen Hot Springs bringen. Die Hot Springs entstehen durch einen Fluss, welcher durch den Vulkan fliesst. Dadurch wird  das Wasser richtig aufgeheizt. An diesen Fluss reihen sich mehrere Hotels an, welche Hotsprings anbieten. Wer gratis reinspringen will, kann versuchen einen Platz zwischen den Hotels entlang des Flusses zu finden.

La Fortuna ist sehr touristisch und eignet sich dadurch bestens um Reisevorräte (insbesondere Cash) aufzufüllen.

Samara – Endlich wieder in die Wärme

Von regnerischen 18 Grad in die sonnige 30 Grad hat uns sehr gut getan und Daria war sofort wieder gesund. Unser AirBnB lag zwar etwas abseits vom Dorfzentrum in Samara, doch dank den Fahrrädern waren wir in ca. 10 Minuten im Zentrum. In der Nacht kam es dann auch mal vor, dass wir beim zurückfahren der einen oder anderer Kuh auf der Strasse begegnet sind.

Für unsere erste Surf Lektion bekamen wir von unserem AirBnB Vermieter direkt einen Kontakt zur C&C Surf Schule und standen ein paar Stunden später schon auf dem Brett. Doch Surfen macht sehr schnell hungrig, weshalb die Locanda Bar schnell unser Stamm-Restaurant wurde. Sie haben dort die beste Guacamole und frisch gebackene Nachos am ganzen Strand.

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Wir feierten in Samara Silvester, was ein tolles Schauspiel am Strand ist. Jedes Restaurant macht sein eigenes Lagerfeuer und wenn es dunkel wird, werden an der ganzen Küste entlang Glückslaterne steigen gelassen.

Für unsere Weiterreise nach Santa Teresa klopften wir wohl zu spät bei den Shuttle Services an, weswegen wir nach einer Alternative suchten. Mit dem öffentlichen Bus hätte eine Reise gut 7h gedauert inkl. mehrmals umsteigen. Zum Glück konnte uns unser Vermieter einmal mehr helfen und wir haben den Mann seiner Putzfrau als Fahrer engagiert, welcher lustigerweise auch noch nie in Santa Teresa war. Dank Google Maps waren wir 4,5 Stunden und ein paar Flussüberquerungen später an unserem Ziel.

Santa Teresa mit dem Quad erleben

Santa Teresa hat sicher nicht so viele Restaurants und Läden wie Samara, aber für Surfer und Yoga Leute ist es der perfekte Ort. Da wir diesmal keine Fahrräder im Hotel ausleihen konnten, haben wir uns einfach ein Quad gemietet um die Umgebung zu erkunden. Ein Ziel, welches wir vor Augen hatten, war das Koji`s Sushi Restaurant, welches uns Zuhause empfohlen wurde. Nach gut 20 Minuten Fahrt auf einer nicht geteerten Strasse waren wir voll mit Staub, aber bereit für super Sushi. Am nächsten Tag fuhren wir einfach mal beide Küstenseiten ab, was echt Spass machte.

Leider konnten wir mit dem Quad nicht nach Montezuma fahren, weswegen wir uns für 15$/Person ein Shuttle mieteten und gut 40 Minuten später dort ankamen.

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Montezuma – Yoga und Relaxing

Montezuma ist im Vergleich zu Samara und Santa Teresa eher ruhig und mit vielen kleinen Souveniergeschäften gefüllt. Vor Ort gibt es nur einen Bankomaten, welcher gut für 3 Tage nicht gefüllt wird, wenn er leer ist. Zum Glück kann man fast überall mit Kreditkarte zahlen.

Wer Surfen möchte, ist hier definitiv falsch. Wir haben uns vor Ort mal ein Brett ausgelehnt und sind zur Playa Grande gelaufen, wo Surfen möglich ist, doch der Strand war 2 Stunden zu Fuss entfernt und mit dem Auto kommt man dort nicht hin.

Statt Boardschleppen, liefen wir lieber durch den Wald zu einem Wasserfall, wo man gut baden oder einen Tarzan Sprung wagen kann. Wer etwas höher läuft, trifft mit Glück ein paar der Affen an, welche dort leben.

Kurz vor unserer Abreise wollten wir uns noch mal richtig entspannen, weshalb mich Daria auch zu einer Lektion Yoga im Ylang Ylang Beach Resort überreden konnte. Für mich waren es die schmerzvollsten und peinlichsten Stunden überhaupt, doch genoss ich gleichzeitig die Aussicht auf den Strand. Zum Glück konnten wir uns kurz darauf in einer 2-stündigen Massage richtig erholen 😉

An unserem letzten Abend gingen wir in Restaurant Playa de los Artistas, welches wir am Vortag schon besucht hatten, dort jedoch alle Plätze vergeben waren. Das Restaurant wird von einer jungen Crew geführt und hat eine tolle Karte. Wir bestellten uns für einen ganzen Barracuda inkl. Gemüse und einer Flasche Wein.

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Zurück in San Jose

Für 50$/Person brachte uns ein Shuttle Bus inkl. Fahrt mit der Fähre nach San Jose, wo wir unsere letzte Nacht verbrachten. Diesmal waren wir im Zentrum der Stadt, wo es einige Läden und Restaurants gab. Nach stundenlangem Suchen, entschieden wir uns dennoch für das Restaurant in unserem Hotel. Wer am nächsten Tag an den Flughafen muss, sollte sich am Abend vorher im Hotel ein Taxi reservieren lassen. Die Fahrt zum Flughafen dauert rund 20 Minuten und kostet ca. CHF 30.

Für uns gingen somit 3 tolle Wochen in Costa Rica zu Ende, welche wir sehr genossen haben. Heute würden wir nicht mehr so oft umherreisen und mehr Zeit vor Ort geniessen, insbesondere in Puerto Viejo und Samara. Wer Costa Rica entdecken und erleben will, sollte sicher 4-5 Wochen dort verbringen.

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