Streetart Boat Barranco Lima Peru

4 Wochen Peru und Bolivien – Unser Start in Lima

Im Juli ergab sich für uns eine Möglichkeit, welche man eigentlich recht selten hat. Durch einen Jobwechsel von mir konnten wir relativ unkompliziert einen ganzen Monat reisen gehen. Unsere Bucket Liste ist zwar recht gross, jedoch sind häufig Länder darauf zu finden, welche man am besten bereist, wenn in der Schweiz der Winter eingebrochen ist und nicht Hochsommer ist. Für uns kam also Peru und Bolivien in Frage, welche zur Zeit zwar Winter haben, doch dafür nicht jeden Tag Regen. Für unseren Hinflug aus Zürich entschieden wir uns mit Swiss nach Amsterdam und danach mit KLM direkt nach Lima zu fliegen. Wer das Gepäck von Zürich nach Lima durchchecken möchte, der kann den Zürich-Amsterdam Flug auch mit KLM bestreiten.

Rund 12 Stunden später landete unser Flugzeug auch schon sanft in Lima. Am Flughafen, mussten wir neben Passkontrolle etc. noch unsere Drohne beim Zoll anmelden. Dies ist ein nicht ganz einfacher Prozess und für alle, welche in Peru gerne mit ihrer Drohne fliegen möchten, kommt später ein einzelner Beitrag dazu. Eines sei vorab schon gesagt, plant einen Tag länger in Lima ein für den Papierkram.

Lima – Die hektische Hauptstadt von Peru

Vom Flughafen bis zu unserem Hotel im Miraflores Viertel dauerte die Fahrt rund 30 Minuten, dabei merkten wir schnell, dass Lima eine sehr hektische Stadt ist. Überall wird gehupt, überholt und das Trillerpfeifengeräusch der Polizisten, welche versuchten den Verkehr zu regeln, ist an jeder Ecke zu hören.

Miraflores

Für unsere ersten zwei Nächte haben wir das The Lot Boutique Hotel gebucht. Das Hotel ist relativ klein, nahe zum Meer und angenehm eingerichtet. Das Personal vor Ort war sehr freundlich und hat uns bei allen Wünschen so gut wie möglich geholfen. Das Hotel bietet im Preis immer ein Frühstück an, welches von der Auswahl relativ klein ist, dafür aber gut.

Miraflores ist ein modernes Viertel, und ist für Touristen bestens geeignet. Von unserem Hotel bis zum Meer waren es rund 5 Minuten zu Fuss. Statt Sandstrand erwartete uns ein Strand aus orangengrossen Steinen. Im peruanischen Winter ist das Wasser recht kalt, was die Surfer und Surfanfänger aber nicht abgehalten hat im Neoprenanzug das Brett zu schnappen und ein paar Wellen zu reiten. Vor Ort hat es einige Surfschulen, welche in Zelten zu finden sind. Wer will, kann da für rund 20 Dollar eine Lektion nehmen.

Daria Muehlethaler Lima Miraflores

Miraflores Drone Photo Lima Peru Drone View Surfer Lima Peru Drone View Miraflores Surfer Lima Peru

Neben Surfen ist das Gleitschirmfliegen sehr populär. Viele Touristen lassen es sich nicht entgehen, entlang der Klippen einen Flug zu machen.

Wer es etwas ruhiger nach einem Spaziergang mag, kann sich einen Pisco Sour oder anderen Drink beim La Rosa Nautica Restaurant am Steg gönnen. Ob Restaurant, Bar oder Souvenirshop, auf diesem Steg findet man etwas von allem. Aber Achtung, vor 12.30 Uhr wird keiner auf den Steg gelassen.

La Rosa Nautica Miraflores Drone Photo Lima Peru Crab La Rosa Nautica Lima Peru 9

Barranco

Auch Barranco ist sehr empfehlenswert und beheimatet viele Streetart Künstler. Vor unserer Abreise nach Hause konnten wir vor Ort einige Nächte verbringen. Barranco liegt direkt neben Miraflores und beide Viertel bieten zusammen eine grosse Vielfalt an tollen Restaurants und Cafés an. Wir können Folgende empfehlen:

  • Canta Rana – Von Einheimischen geliebtes Restaurant, wo man den besten Fisch bekommt! In einer Garage eingerichtet, zieren Flaggen und Bilder berühmten Persönlichkeiten die Wände. Am Wochenende muss man Schlange stehen, deshalb besser unter der Woche gehen. Die Portionen sind riesig! Am besten ein paar Gerichte bestellen und teilen. Sofa Café – sie mögen vielleicht nicht das beste Essen in der Stadt servieren, doch in das Café sehr gemütlich und verleiht zum längeren Verweilen mit dem Laptop.
  • La Linterna – Die Pizzerias gibt es in Peru wie Sand am Meer, doch die guten sind rar. In der La Linterna kann man sich eine feine Pizza zusammenstellen. Sie liefern auch.
  • Cala – Ein gepflegtes Restaurant direkt am Meer. Wir hatten dort ein Dinner, aber ein Risotto zum Lunch hat uns sogar besser gefallen. Sie haben auch eine tolle offene Terrasse, wo man buchstäblich die salzige Meeresluft schmeckt.
  • Popular – Das moderne Einkaufshaus im Miraflores entgeht sicherlich keinem Besucher. Hier hat man eine gute Chance sich mit North Face Jacken auszurüsten, falls eine Reise nach Boliviens Altiplano bevorsteht. Und anschliessend in Popular sich stärken, mit einem unglaublichen Meeresblick. Empfehlenswert ist die Ossobuco Kartoffelauflauf Vorspeise.
  • Maido – Die Suhsi Fusion Küche gehört zu den bekanntesten und bestbewertesten in Lima. Die Portionen erscheinen sehr klein, doch füllen überraschend schnell und schmecken himmlisch. Die Plätze unbedingt im Voraus reservieren, wir konnten in drei Tagen Zeitspanne nur am Mittag einen Tisch bekommen.

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Islas Ballestas – Pinguine, Seelöwen und Delphine

Nachdem wir bereits für unseren Flug nach Peru um 5 Uhr aufgestanden sind, dachten wir, das kann man toppen und liessen uns für einen Tagesausflug zu der Isla Ballestas bereits um 4 Uhr abholen. Neben den freien Strassen hatten wir so noch gut den ganzen Tag vor uns, da die Autofahrt nach Paracas rund 3,5 Stunden dauerte. Die private Tagestour haben wir übrigens bei Nazca Flights gebucht und können sie gerne weiterempfehlen. In Paracas angekommen, wurden wir auf ein Boot verfrachtet, welches uns in 30 Minuten zur Isla Ballestas brachte. Auf der Hinfahrt wurden wir von einer Familie von Delfinen begleitet, welche in der Bucht in den Morgenstunden ihr Frühstück jagten. Die Ballestas Insel sind geschützt und werden von Parkranger bewacht, denn die Verlockung ist gross die Insel zu betreten um die Humboldtpinguine, Pelikane und Seelöwen besser sehen zu können. Auf der Insel leben rund 4000 Vögel, davon ca. 100 Humboldtpinguine. Da so viele Vögel jede Menge Dreck machen, schmeckt man sehr schnell. Alle 4 Jahre wird der Tierkot abgekratzt und als Dünger verkauft. Wer Vögel, Seelöwen und einen kleinen Ausflug auf dem Boot mag, sollte sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Für alle anderen – weiter zum roten Strand 😉

Islas Ballestas Peru Humboldt Penguin Islas Ballestas Peru

Paracas National-Park – Wo wir den besten Fisch gegessen haben

Nach der Tour zu den Islas Ballestas erwartete uns bereits ein Guide, der mit uns eine Tour durch den Paracas National-Park machte. Der Park selber ist nicht spektakulär, bietet hier und da aber tolle Ecken an. Da dieser Teil von Peru früher Meeresboden war, kann man an einigen Stellen noch gut versteinerte Muscheln und Fossilien entdecken. An anderen Stellen liegt das Salz nur so am Boden rum und gehört gemäss unserem Guide einer amerikanischen Firma, welche es abbaut. Etwas weiter oben hat man einen super Ausblick auf die Küste und den roten Strand, welchen man innerhalb 5 Minuten mit dem Auto erreicht. Eine Küste weiter soll es anscheinend den besten Fisch von Peru geben, was wir natürlich direkt in einem der vier lokalen Restaurants ausprobiert haben. Am Tisch wird einem erst der heutige Fang präsentiert und man kann dann seinen Fisch zum Mittagsmenü auswählen. Bei einem guten Bier haben wir die Ruhe genossen und den Pelikanen zugeschaut, wie sie versucht haben den Fischern den Fang zu klauen.

Lonely Boat Paracas National Park Peru Red Beach Paracas National Park Peru

Huacachina – Snowboarden auf Sand

Nicht dass uns zwei Ausflüge an einem Tag genügen würden, nein – nach dem Mittagessen ging es mit unserem Fahrer weiter nach Ica bzw. zur Huacachina Oase. Diese Oase ist umgeben von grossen Sanddünen, welche dazu genutzt werden den Touristen bei einer Sandrally oder dem Sandboarding Spass zu bieten. Natürlich konnten wir es uns nicht nehmen lassen auch für zwei Stunden durch die Dünen zu fahren und uns das Snowboard an die Füsse zu schnallen. Der Spass kostet rund 20 Dollar pro Person, ist aber je nach Hotel auch inbegriffen, wie bei unserem Banana’s Adventure Hotel in welchem wir eine Nacht verbracht haben. Diese Aktivität ist definitiv ein Highlight und sollte von keinem verpasst werden.

Oase Huacachina Peru SandboardingHuacachina Peru Sandboarding Kevin Kyburz
Nazca – Wo Ausserirdische oder Incas Linien in den Sand malten.

Am darauffolgenden Tag wollten wir es eigentlich etwas ruhiger angehen lassen und schliefen erst mal etwas aus. Nach dem Frühstück organisierten wir uns vor Ort bei Cruz del Sur eine Busfahrt nach Nazca, welche rund 2 Stunden ging. Nazca ist der Ort, wo sich Freunde von Aliens und Wissenschaftler treffen, denn es gibt die berühmten Nazca Linien zu sehen, von welchen kein Mensch weiss, woher sie kommen oder wie sie entstanden sind.

Für ca. 100 Dollar pro Person kann man alle einmal im Kleinflugzeug abfliegen und obwohl wir nach unseren Erfahrungen mit diesen Flugzeugen in Tansania geschworen haben, nie mehr in ein Cessna Flugzeug zu steigen, sassen wir nach 7 Monaten mit 6 anderen Personen in dieser Maschine und flogen in 30 Minuten mit schwindeleregenden Kreisen die Linien ab. Aus der Luft erscheinen die Linien allerdings recht klein, und ohne Pilotenhilfe sind schwer zu entdecken. Als Alternative kann ein Ausflug zum Aussichtsturm gemacht werden, von welchem man zwei Figuren sehr gut sehen kann.
Nach diesem Abenteuer machten wir uns mit dem Nachtbus auf den Weg nach Cusco – eine Fahrt, welche 12 Stunden dauerte.

Mehr zu Cusco gibt es in diesem Beitrag.

Nazca lines from Cessna small plane in Peru flying Cessna to see Nazca lines in PeruParacas Dolphin Peru Paracas Harbor Peru Inca Tern Larosterna inca Lima Peru Street Art Lima Miraflores Barranco Daria Muehlethaler Stairs Lima Peru Kevin Kyburz Streetart Barranco Lima Peru

 

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1 Kommentar

  • Reply ‎Alexandra Besson 16. August 2016 at 10:04

    Deine Bilder sind einfach fabelhaft und ich liebe die Art, wie du die Stadt beschreibst. Ich freue mich auf die weiteren Beiträge!

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